Das Schweigen der Politik

 

 In den letzten Jahren wird die Verteidigung des Lebens seitens der Österreichischen Volkspartei, die sich als christlich-soziale Partei versteht, immer schwächer.

   Während sich Bundesparteiobmann Dipl. Ing. Josef Riegler 1990 in einer Ausendung noch für die Trennung von beratendem und abtreibendem Arzt, für eine anonyme Statistik und eine sozialrechtliche Beratung einsetzte (s. Lebensdämmerung S. 412) sind nach der Verleugnung des "Kanzlerbriefes" vom 2. 5. 2000 (s. L. S. 172 u. 428), in welchem eine "Änderung der gesetzlichen Regelung" von der ÖVP angestrebt wird, keine solchen Bestrebungen mehr bekannt geworden.

   Einen Höhepunkt dieser Schweige-Taktik zur "Fristenlösung", ja eine klare Befürwortung der bisherigen Tötungspraxis stellt die Stellungnahme der ÖVP-Gesundheits- und Frauenministerin Maria Rauch-Kallat dar, welche die "Fristenlösung" als eine "Errungenschaft" der Frauen betrachtet und an dieser "nicht rütteln" will (s. kath.net-Artikel v. ).